Jeder Wein verfügt über bestimmte Grundbestandteile:
Säure und Zucker
sind im Saft der Traube enthalten. Der Zucker wird bei der Gärung in
Alkohol umgewandelt. Ein Teil davon kann aber als Restzucker erhalten
bleiben - eine große Menge Restzucker ergibt süßen, eine geringe Menge
trockenen Wein. Zudem ist in Deutschland und Österreich der Zusatz von
Zucker vor der Gärung erlaubt. Säure als Bestandteil aller Früchte ist
hingegen notwendig, um den Wein frisch und geschmacksintensiv zu machen.
Tannine (Gerbstoffe)
befinden sich in der Schale, den Stielen und den Kernen der Traube. Sie
verursachen den bitteren Geschmack und können im Mund ein pelziges,
zusammenziehendes Gefühl hinterlassen. Die richtige Menge jedoch kann die
Textur und den Geschmack eines Weins enorm verbessern.
Tannine und Säure haben darüber hinaus die positive Eigenschaft,
konservierend zu wirken. Weine mit einem hohen Anteil an einem oder beiden
Stoffen halten sich in der Flasche oft viele Jahre lang. Weißwein hingegen
verfügt über keinen nennenswerten Tanningehalt.
Alkohol
(Ethanol) bindet die Weinaromen, mildert die Säuren und intensiviert den
Geschmack. Der aus den Weinbeeren gewonnene Wein erreicht in der Regel einen
Alkoholgehalt zwischen 8,5 und 14 Volumenprozent Alkohol. Der Alkoholgehalt
wird mit Hilfe eines Önometers bestimmt. Es gibt jedoch einige französische,
spanische, kalifornische und ungarische Weine mit bis zu 16 Volumenprozent
Alkohol. Einen Alkoholgehalt über 16,5 Volumenprozent hinaus können Weine
durch natürliche Gärung nicht erhalten, da die Hefen durch die erhöhte Menge
des Zellgifts Alkohol absterben.